Horsemanship


In der 70 Millionen Jahren langen Entwicklungsgeschichte der Pferde, vom fuchsgroßen Mehrzehenlebewesen, bis hin zum heutigen einhufigen Pferd, entwickeln Pferde nur zwei Verhaltensmuster:

1. Das Freundbild - das Verhalten der Pferde untereinander

2. Das Feindbild - das Verhalten gegenüber dem Raubwild

 

Der Mensch als Leittier

Es kristallisiert sich ganz klar heraus, dass der Mensch sowohl beim Umgang mit einem Pferd, als auch beim Reiten aus zwei Gründen zum Leittier werden muss:

1. Nur unter der Stärke des Leittieres fühlt sich das Pferd geborgen.

2. Nur dem Leittier gegenüber ist ein Pferd gehorsam.

 

Im Gefühl der Angst lässt sich ein Pferd die Beine nur ungern aufheben, denn auf drei Beinen ist ein Pferd nicht fluchtbereit. Im Gefühl der Geborgenheit ist dies problemlos möglich. Dies gilt auch im Straßenverkehr, denn als Leittier bleibt der Mensch für die Sicherheit zuständig. 

 

Ein Pferd ist hundert mal stärker - wir sollten hundert mal schlauer sein. 

 

Zitat Fred Rai: "Wissen gibt Sicherheit und Sicherheit gibt Macht."

 

Kommunikation am Boden ist die Basis für ein harmonisches Miteinander zwischen Pferd und Reiter. Mithilfe der Arbeit im Round Pen, der Dominanz am Boden und der Dominanz in Sattel können wir den gewünschten Respekt unserer Pferde erarbeiten.

 

"Ein wahrer Pferdefreund nimmt sich nicht einfach das Pferd - er erarbeitet es sich und lässt es selbst zu einem kommen."

 

Pferdeflüstern-Tierkommunikation-Horsemanship

Pferdeflüstern heißt den Pferden zuhören, sie lesen lernen, wie sie sich bewegen, wie sie mit ihrem Körper kommunizieren und dabei ihre Geschichte erzählen.

Körpersprache ist die Sprache der Pferde. Sie spiegeln mir mein und ihr inneres und äußeres Selbst.

 

Ängste, Unsicherheiten, Kontaktschwierigkeiten, Traumas, seien es körperlicher oder geistiger Art, lassen sich sehr gut im Round Pen mit Pferden bearbeiten.

Aber auch das ängstliche, unsichere und oft falsch verstandene Pferd hat die Möglichkeit sich durch wieder aufgebautes Vertrauen dem Menschen zuzuwenden.

 

Pferde zeigen mir die Wahrheit, sie können nicht falsch sein.

 

 


Dominanz am Boden

Dominanz am Boden sind Übungen, die dazu führen, dass der Mensch zum Leittier des Pferdes wird. Dominanz kann nicht mit Inkonsequenz oder gar mit Karotten erkauft werden.

Nur wenn das Pferd das Sicherheitsdenken an den Menschen abgeben kann, wird es ihm freiwillig mit völliger Geborgenheit und Vertrauen folgen.

 

Hierbei wird dem Pferd, in immer gleich bleibender Reihenfolge, erlernt:

 

1. Das Lehren des Belohnungstons "Hoho"

2. Das Nehmen der Kopfscheuheit

3. Das Rückwärtsgehen - eine unbeliebte Bewegung

4. Dominanzübung  mithilfe von Dominanzvolten

5. Das Führen eines Pferdes

 

 

 

 


Dominanz im Sattel

Unter der Einschränkung, dass bei Extremsituationen das Panikgefühl überlagert und jedes andere Gefühl verdrängt wird, kann bei der Bodenarbeit in der vorderen Position des Leittieres dem Pferd die Angst fast ganz genommen werden. 

 

Beim Reiten befindet sich der Pferdekopf vor dem Reiter, in der dominanten Position. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, dem Pferd beim Reiten jegliche Angst zu nehmen. Durch Dominanzübungen im Sattel kann dem Pferd dennoch ein großes Maß an Sicherheit gegeben werden.

Außerdem nehmen wir Menschen beim Reiten den Platz eines Pumas ein, denn nur dieser sitzt bzw. springt in der Natur auf den Rücken des Pferdes. Das sollte der Mensch beim Reiten und Ausbilden beachten und sich so verhalten, dass sich das Freundbild beim Pferd einprägt.

 

Durch die Gymnastizierungsübungen mithilfe der Dominanzvolten, durch ein sanftes Einreiten ohne Schmerzeinwirkung wie das Gebiss, erreiche ich durch drehen des Reitkörpers beim Pferd Vertrauen und Geborgenheit. 


 

Kommunikation mit Pferden ist die Basis für jeden Reitstil!

 

Verladetraining

So geht's sicher nicht! Aber wie dann?

 

Viele Pferde lassen sich aus Angst und Scheu vor dem Hänger nicht verladen. Oftmals fehlt dem Pferd das nötige Vertrauen zum Menschen und Hänger um diesen zu betreten.

 

Als Absetzer oder im späteren Alter werden die Vierbeiner aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Sie werden mit dem Hänger in ein neues Zuhause gebracht. Wenn das Hängerfahren danach nicht regelmäßig trainiert wird bleibt genau diese Erinnerung im Kopf des Pferdes und verbindet den Hänger immer mit etwas neuem, ungewohnten und unvertrautem. Bei einem Großteil der Pferde übt der Hänger viel Stress auf ihr Gemüt aus. 

 

Auch hier ist die Kommunikation am Boden ein großer Bestandteil und Voraussetzung für das Training mit dem Hänger. 

 

Gelassenheitstraining

Mithilfe verschiedener Stationen möchten wir unsere Pferde auf Trittsicherheit, Geschicklichkeit und Gelassenheit schulen. Wir nehmen uns verschiedene Trailhindernisse und Gelassenheitsübungen vor, um diese Eigenschaften unserer Pferde zu fördern und ihr Selbstvertrauen in ungewohnten Situationen zu stärken. Der Mensch lernt mit verschiedenen Störfaktoren stressfreier umzugehen. Zudem wird das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Pferd gefördert.

Viele Stationen sind wertvolle Übungen beim Reiten im Gelände. Sie erlernen, wie Sie diese Situationen vom Boden und vom Sattel aus gut meistern.

 

Dazu gehören: Planen, Flatterbänder, Folien, Stangen, Brücke, Regenschirme, Luftballons, Rappelsack